Übersicht Kategorie "Foto-Tipps":

Portraits selbst fotografiert

Freitag, 22. Juli 2016

Menschen faszinieren Menschen. Wer Menschen fotografieren will, muss Menschen mögen, so wie sie sind. Man sagt: “Die Chemie muss stimmen!” Nur dann erhalten Sie ungezwungene, natürlich wirkende Portraits.

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Die besten Fotomodelle gibt es in Ihrer Familie, Ihrem Freundeskreis. Wen immer Sie fotografieren wollen, schaffen Sie erst einmal eine entspannte Atmosphäre. Nach einer Weile hat sich ihr “Fotomodell” an die Kamera gewöhnt. Einen entspannten und natürlich wirkenden Gesichtsausdruck erhalten Sie am leichtesten, wenn die Person sich nicht beobachtet fühlt - also nicht ständig daran denken muss, dass sie fotografiert werden soll.
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Nutzen Sie Familienfeste für ein Gruppenfoto. Mit Großeltern, Eltern, Geschwistern auf einem Foto, schaffen Sie Aufnahmen von unschätzbarem, persönlichem Wert. Bauen Sie die Familie um die Großeltern herum auf, die zum Beispiel in der Mittel auf Stühlen sitzen. Die Eltern und Schwiegereltern links und rechts davon stehend. Die Enkel sitzen auf dem Schoß der Großeltern oder hocken zu deren Füssen auf dem Boden oder einem kleinen Hocker. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien lauf. Sie werden sehen, der Familie wird das Ganze sichtlich Spaß machen.

Einer fehlt immer auf einem Familienportrait: Der Fotograf. Das muss nicht sein, denn die meisten Kameras haben einen Selbstauslöser oder können fern ausgelöst werden. Dazu verwenden Sie am besten ein Stativ oder eine feste Unterlage. Dann bestimmen Sie den Bildausschnitt mit dem Zoom Ihrer Kamera und suchen sich einen Platz, wo Sie als Familienmitglied stehen wollen. Stellen Sie Ihre Kamera auf Selbstauslöser und stellen sich zu der Gruppe. In der Regel haben Sie dazu 10 Sekunden Zeit. Genügend Zeit, um sich mit einem freundlichen, ungezwungenen Lächeln auf die Aufnahme vorzubereiten. Die Kamera übernimmt die Schärfeeinstellung und die automatische Belichtung. Wenn Sie nichts dem Zufall überlassen wollen, empfiehlt es sich die Schärfe manuell einzustellen, damit der richtige Bereich im Gruppenfoto scharf abgebildet wird.

Manche Kameras besitzen einen Infrarot-Empfänger und können über einen Handauslöser betätigt werden. Das hat den Vorteil, dass Sie einfach unbemerkt Ihre Kamera auslösen können, sobald alle Personen locker sind. Mit dem Fernauslöser können Sie gleich mehrere Fotos nacheinander aufnehmen, ohne zwischen Kamera und Gruppe hin und her laufen zu müssen. Mehrere Aufnahmen hintereinander sind immer gut, weil bestimmt irgendjemand in der Gruppe die Augen zu hatte.Wenn Sie Ihr Portrait mit einem Blitzgerät ausleuchten wollen, nehmen Sie am besten ein externes Blitzgerät und halten Sie es etwa eine Armlänge, etwas erhöht links neben die Kamera. So erhalten Sie eine bessere, plastische Ausleuchtung.

Besser ist es das Umgebungslicht zu nutzen. Digitalkameras liefern auch bei schwachem Licht noch gute Ergebnisse. Mit der ISO-Auwahl können Sie die Lichtempfindlichkeit Ihrer Kamera erhöhen, egeal ob schwaches Tageslicht von draußen oder künstliches Licht im Raum von der Wand- oder Deckenleuchte. Doch vorsicht, zu hohe ISO-EInstellungen können zu Bildrauschen führen. Die Motive wirken dann körnig. Bei wenig Licht wählt die Kamera länge Verschlusszeiten. Denken Sie daran, bei Verschlusszeiten von 1/30 oder noch länger, ist ein Stativ oder ein fester Untergrund, auf den Sie Ihre Kamera stellen oder sich abstützen können, ratsam.  Beachten Sie bei wenig Licht, dass sich Ihr Fotomodell nicht bewegt, sonst ist Ihre Aufnahme gleich verwischt.
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Platzieren Sie bei Einzelpersonen Ihr Motiv nicht in die Bildmitte. Es sei denn, das Motiv fordert Ausgewogenheit durch Form und Gestik. Ihr Portrait gewinnt an Dynamik, wenn Sie es aus der Mitte nach rechts oder links positionieren. Schauen Sie sich unseren Beitrag “Bildgestaltung” und “Goldener Schnitt” an. Gehen Sie mit Ihrem Zoom näher ran. Betonen Sie Augen und Mund. Wählen Sie eine offene Blende, damit sich das Portrait vom Hintergrund abgebt. Wählen Sie einen größeren Bildausschnitt, wenn Sie zum Beispiel die Person in einem markanten Umfeld, am Arbeitsplatz oder in seiner Wohnung zeigen wollen.

Nichts geht über Studieren. Die heutigen digitalen Kameras machen es möglich, die Aufnahme sofort zu kontrollieren, nicht gelungene Aufnahmen zu löschen, um neue Motive auszuprobieren.
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Fotos: Olly, Pressmaster, Hunor Christo

Fernbediente Aufnahmen aus ganz neuen Blickwinkeln

Samstag, 18. Juni 2016
Die kreativsten Aufnahmen gelingen oft, wenn man eine Szene aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet. Das kann bedeuten, eine Gruppenaufnahme über die Köpfe einer Menschenmenge hinweg zu machen, vom sicheren Obergeschoss Ihres Bürogebäudes eine Städteansicht zu fotografieren oder die Kamera bei einem Konzert einfach hoch über Ihrem Kopf zu halten. Auch wenn diese Art der Bildaufnahme nicht immer komfortabel ist, so sind doch die Ergebnisse lohnenswert.

Zum Glück bietet Canon Technologien für fernbediente Aufnahmen, mit denen Sie Ihren Bildern interessante Blickwinkel geben und so Ihre kreativen Möglichkeiten erweitern können. Damit kommen Sie ganz einfach selbst mit auf eine Gruppenaufnahme oder machen tolle Selfies – aber Sie können auch schwierige Motive wie wilde Tiere in der Natur fotografieren und dabei eine sichere Entfernung halten, damit die Tiere nicht aufgeschreckt werden.

Viele der neuen Canon Kameras machen es ganz einfach, Ihr Smartphone anstelle des regulären Suchers einzusetzen. Das heißt, dass Sie Ihre Kamera damit aus der Ferne bedienen können. Sie verbinden Ihre Kamera ganz einfach mit dem Mobilgerät und starten die Canon Camera Connect App. Sind Kamera und Mobilgerät NFC-fähig, brauchen Sie beide zum Aufbau der Verbindung nur miteinander zu berühren. Stellen Sie die Kamera auf einen stabilen Untergrund oder ein Stativ und Sie können Zoom, Scharfstellung und weitere Funktionen aus der Ferne per Mobilgerät einstellen. Das gibt Ihnen die Freiheit, kreative Blickwinkel zu erkunden und besonders spannende Geschichten zu erzählen.

Halten Sie mit Ihrer Kamera Emotionen fest

Freitag, 17. Juni 2016


Orte und Menschen spiegeln Emotionen. Dunkle Orte, Berge im Nebel, ein Sonnenauf- oder Untergang am Meer eine Mondnacht lösen starke Gefühle aus. Halten Sie diese Momente zu unterschiedlichen Zeiten mit Ihrer Kamera fest und sie erleben immer neue Stimmungen. Der selbe Ort mal am Morgen, mal am Abend, bei Regen oder Schnee, bei Sturm oder Gewitter, ergeben immer andere, bisher ungeahnte Gefühle.

Entdecken Sie mit Ihrer Kamera immer neue Möglichkeiten, um diese Emotionen in Bildern zu erfassen.

Beginnen Sie mit Menschen. Menschliche Gefühle folgen keinen festen Regeln – sie sind spontan und spiegeln das wider, was jemand fühlt. Sie sollten Ihre Kamera griffbereit zur Hand haben. Konzentrieren Sie sich auf die Augen Ihres Motivs. Die drücken am besten Freude und Trauer aus. So gelingen Ihnen gute Aufnahmen von Menschen, die spontan lachen, gespannt das Spiel ihrer Fußballmannschaft verfolgen oder sich begeistert auf einen gemeinsamen Abend vorbereiten.

Emotionen drücken sich auch in anderer Form aus – etwa bei gespannten Muskeln eines Athleten, zwei Hände in einer liebevollen Umarmung oder den hochgereckten Armen vom tanzenden Publikum auf einem Musikfestival. Wenn Sie kleine Details beachten, kommen Sie der Erfassung menschlicher Gefühle näher und entwickeln einen Gespür für Emotionen.

Ungeplante Aufnahmen liefern meist die besten Ergebnisse. Versuchen Sie in dem Moment auszulösen, wenn Ihr Motiv es nicht erwartet. Sie werden sehen, Ihre Motive wirken dann weitaus natürlicher und entspannter.

Perspektive

Mittwoch, 25. Mai 2016

Mit einem Zoomobjektiv lassen sich nicht nur Motive näher heranholen, sondern Motive gestalten. Nutzen Sie den Weitwinkelbereich (kurze Brennweite), wirken alle nahen Dinge extrem groß. Alle weiter entfernten Dinge werden sehr klein.

Sollen die Bildelemente näher zusammenrücken und annähernd gleich groß wirken, nutzen Sie den Telebereich (lange Brennweite). Soll Ihr Motiv möglichst natürlich abgebildet werden, nutzen Sie die normale Brennweite von 50 mm bei einer Kleinbildkamera.

Für Personenaufnahmen (Portraits) benutzen Sie besser eine Brennweite zwischen 100 mm und 135 mm (bei Kleinbildkamera). Mit dieser Brennweite erreichen Sie eine natürliche Wiedergabe und eine gewisse Nähe zur Person. Bei Gruppenaufnahmen werden in Reihe hintereinanderstehende Personen fast gleich groß dargestellt. Achten Sie darauf, dass Personen immer ins Bild schauen: Eine Person rechts im Bild blickt beispeilsweise nach links. Eine Person links im Bild schaut nach rechts. Dies gilt auch bei Gruppenaufnahmen. Schaut die Person zur Kamera, wird sie später den Betrachter des Fotos ansehen (Blickkontakt).

Mit Verändern der Brennweite und Öffnen der Blende können Sie den Hintergrund auflösen (Unschärfe), um so beispielsweise das Hauptmotiv vom Hintergrund zu trennen und ins Blickfeld zu rücken.

Info: Das Thema “Bildgestaltung” ist komplex und nimmt deshalb in den von uns angebotenen Fotokursen und Workshops einen Großteil der Zeit ein.

Die Belichtung macht’s!

Mittwoch, 06. April 2016

Die Belichtung ist das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert. Wenn Sie den Wert eines dieser Einstellmöglichkeiten verändern, müssen Sie mindestens einen weiteren Faktor ebenfalls ändern, damit Sie letztendlich die richtige Belichtung erhalten.
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Auswahl der Blende

Die Blende eines Objektives besteht aus mehren Lamellen. Werden die übereinander geschoben, wird die Öffnung immer kleiner. Mit der Blende bestimmen Sie wie viel Licht durch die Linse fällt. DIe Blendenöffnung beeinflusst die Schärfentiefe, den Bereich eines Motives, den Sie scharf abbilden möchten. Der Schärfebereich beginnt vor und endet hinter dem scharf gestellten Punkt. Eine große Blende, z. B. 1,8, 3,5 oder 4 verringert den Schärfebereich. Kleine Blenden, z. B. 16 oder 22, bilden einen größeren Bereich Ihres Motives, vor und hinter dem scharf gestellten Punkt ab. Nahe und weitere Teile des Motives erscheinen nun scharf. Für eine optimale Schärfentiefe stellen Sie den Schärfepunkt auf das erste Drittel des Motives und wählen bei der Blendenwahl Ihrer Kamera die kleinstmögliche Blende bzw. die größe Blendenzahl.

Stellen Sie Ihre Kamera auf Zeitautomatik und überlassen sie der Kamera die Wahl der dazu passenden Verschlusszeit. Je nach Lichtverhältnissen können längere Verschlusszeiten erforderlich sein. Wenn Sie Zeiten länger als 1/60 Sek, also 1/30, 1/15 usw. erreichen, verwenden Sie besser ein Stativ.
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Auswahl der Verschlusszeit

Mit der Wahl einer kurzen Verschlusszeit, z. B. 1/500 oder 1/1.000 Sek können Sie Ihr Motiv in der Bewegung einfrieren. Bie einer langen Verschlusszeit, z. B. von Sekunden wirkt das gleiche, sich bewegende Motiv verwischt oder verwackelt. Das kann durchaus intreressant sein, wenn Sie dazu die Kamera auf ein Stativ stellen und sich allein das Motiv bewegt. Lange Verschlusszeiten erlauben eine kleinere Blende. Kurze Verschlusszeiten erlauben hingegen eine gößere Blende, wenn zum Beispiel der Vordergrund Scharf und der Hintergrund unscharf abgebildet werden sollen.
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Auswahl des ISO-Wertes

Mit Einstellen des ISO-Wertes bestimmen Sie wie empfindlich der Sensor Ihrer Kamera auf Licht reagiert. Der Sensor besteht aus Millikonen winziger Fotozellen. Kommt Licht auf einen Sensor, erzeugen die Zellen elektrische Ladungen. Durch ändern des ISO-Wertes nach oben (z. B. von 100 auf 400) werden die Ladungen vierfach verstärkt. Erhöht man den ISO-Wert extrem (z. B. auf 3200) erzeugen die Zellen ein Bildrauschen und die Bildergebnisse sehen körnig aus.

Ein höherer ISO-Wert erlaubt Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder wenn man sein Stativ vergessen hat. Durch Umstellen des ISO-Wertes können so auch schnelle Verschlusszeiten oder kleinere Blendenöffnungen erreicht werden.
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Fotos: Contrastwerkstatt, Mapics, Loya_Ya, Delph-Images

Positiv oder Negativ?

Montag, 25. Januar 2016

Wie kommt es, dass wir manche Fotos oder Gemälde sofort “schön” finden, andere dagegen weniger attraktiv, ansprechend empfinden? Jeder Mensch lebt in seiner eigenen virituellen Welt. Jeder sieht seine Umwelt mit anderen Augen. Alles geschieht automatisch in unserem Unterbewusstsein.

Doch es gibt einige Gesetzmäßigkeiten, die uns positiv erscheinen und andere negativ. Ob dies an unserer Gewohnheit von links nach rechts zu schreiben liegt oder von Alters her anerzogen wurde oder sonstwo seine Ursache hat, mag ich nicht zu erklären. Doch alles, was wir von links unten nach rechts aufsteigend sehen, finden wir posiitiv. Das, was von links oben nach rechts unten zeigt, negativ. Erinnern wir uns an ein Diagramm. Beginnt die Linie links unten und zeigt nach rechts oben, geht es aufwärts.

Am besten empfinden wir dies, wenn wir uns die beiden Grafiken links ansehen. Auf beiden Treppen kann man nach unten oder oben gehen. Doch wir empfinden die Treppe in der ersten Grafik nach oben führend, während die untere Treppe uns signalisiert, dass diese uns nur nach unten führen wird.

Hat ein Foto also eine positive, aufsteigende Bilddiagonale, finden wir es ansprechend, positiv. Hat es dagegen eine negative Bilddiagonale, begeistert uns das Motiv nicht so sehr. Ob positiv oder negativ, welche Bilddiagonale wir verwenden, hängt davon ab, was wir mit dem Bild ausdrücken wollen. Eine Straße beispielsweise kann den Betrachter über die Bilddiagonale zu einem fernen Ziel wegführen oder an den Ausgangsort zurück-bringen.

Beobachten Sie beispielsweise die Bilder in einer Tageszeitung oder schauen Sie sich die Werbeanzeigen in Illustrierten an. Welche Stimmung soll in uns erzeugt werden? Wann findet unser Unterbewusstsein etwas gut, wann etwas schlecht?

Bildgestaltung nach dem “Goldenen Schnitt”

Montag, 25. Januar 2016

Schon die Maler und Architekten der Antike gestalteten ihre Bilder und Gebäude nach dem “Goldenen Schnitt”. Bildwichtiges steht hier nicht in der Mitte, sondern an einem Platz innerhalb einer Strecke.

Die Strecke ist so geteilt, dass das Verhältnis des längeren Teilstückes (a) zur gesamten Länge (c) im gleichen Verhältnis wie die kürzere Strecke (b) zum längeren Teilstück (c) steht. Diese Aufteilung wird von uns Menschen als harmonisch empfunden. Wenn Sie Ihre Aufnahmen nach dem “Goldenen Schnitt” gestalten wollen, platzieren Sie die wichtigen Bildelemente auf den Linienschnittpunkten. Rückt man die Schnittpunkte nur ein wenig weiter nach außen, entsteht mehr Spannung im Bild.

Einige Kameras besitzen bereits auf der Mattscheibe oder zuschaltbar auf dem Monitor Gitterlinien, die das Gestalten nach dem “Goldenen Schnitt” auf einfache Weise erleichtern.

Pixel und Bildgröße

Dienstag, 05. Januar 2016

Digitale Fotos bestehen aus vielen einzelnen quadratischen Bildpunkten, Pixel genannt. Sie sind die kleinste Einheit eines Bildes und einfarbig. Diese Pixel werden in einem Raster zusammengesetzt. Wie bei einem Mosaik entsteht durch die Kombination vieler Pixel, mit unterschiedlichen Farben, ein Bild.

Pixel aus dem Bild links Beispiel 1
Einzelne Pixel aus dem Bild rechts. Können Sie erkennen um welchen Bereich es sich handelt?

Jedes digitale Foto besteht aus einer bestimmten Anzahl von Pixeln, angeordnet in Spalten und Reihen.
Ein Beispiel: Das Foto oben rechts ist 300 Pixel breit und 200 Pixel hoch. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und dann auf “Eigenschaften” klicken, können Sie die Bildgröße überprüfen. 300 x 200 Pixel ergeben 60.000 Pixel.

Wegen der Anordnung der Pixel wird ein digitales Foto auch Rastergrafik (oder Bitmap) genannt. Somit sind Digitalfotos immer rechteckig. Die Pixel stehen immer genau senkrecht bzw. waagerecht, vergleichbar mit einem DIN A4-Blatt mit Karos. Jedes Karo ist vergleichbar mit einem Pixel.

Woher kommen die Pixel?

Wenn Sie mit Ihrer Digitalkamera ein Foto machen oder ein Papierbild einscannen verarbeitet der Chip in der Kamera bzw. im Scanner die einzelnen Lichtinformationen und weißt den einzelnen Pixel die entsprechenden Farben zu. Je nach gewählter Einstellung werden dabei Bilder mit mehr oder weniger vielen Pixeln erzeugt.

Z. B. kann eine Kamera mit 12 Megapixeln Fotos mit bis zu 4000 x 3000 Pixeln erzeugen. Über die Einstellungen lassen sich kleinere Werte wie 3264 x 2448 Pixel (8M) oder 1600 x 1200 Pixel (2M) festlegen. So passen wesentlich mehr Bilder auf die Speicherkarte, aber je weniger Pixel ein Bild hat umso schlechter wird das Bild bei einer größeren Darstellung:

Das kleine Foto mit dem Pferd hat eine Größe von 200 x 140 Pixel. Auf dem Monitor wirkt es ausreichend scharf. Vergrößert man nun nachträglich das Bild wird es unscharf und ’pixelig’.

In der vergrößerten Darstellung ist die Qualität unbefriedigend. Soll das vergrößerte Bild brillant aussehen, braucht es (am besten von vorne herein) mehr Pixel.
Meine Empfehlung an alle Digitalfotografen da draußen: Stellt eure Kamera immer auf die volle Auflösung und die beste Qualität und habt zur Not noch weitere Speicherkarten dabei. Denn nichts ist schlimmer als ein super Foto zu haben, mit dem man nichts anfangen kann, außer es auf dem kleinen Monitor der Kamera zu betrachten.

Bildschirm und Bildschirmauflösung bestimmen die Größe des Bildes am Monitor

Zum Verständnis: das oben links gezeigte Foto mit dem Pferd mit 200 x 140 Pixeln erscheint auf meinem Bildschirm 6 x 4,5 cm groß. Wie groß bzw. klein es auf einem anderen Bildschirm abgebildet wird, hängt von der gewählten Bildschirmauflösung ab, also wie groß der Monitor die einzelnen Pixel darstellt.

Bei einem Monitor mit einem 15-Zoll-Bildschirm und eingestellter Bildschirmauflösung von 1280 x 1024 Pixeln, wird das Bild nur so groß wie eine Briefmarke angezeigt. Vergleichsweise bei eingestellten 640 x 480 Pixeln auf einem 21-Zoll-Bildschirm, kann man die Pixel des Bildes bereits mit bloßem Auge erkennen.

Das bedeutet: je höher die Bildschirmauflösung, desto kleiner sind die Pixel am Monitor.

Röhren-Monitore können problemlos jede gängige Bildschirmauflösung darstellen, sind aber nie 100 % scharf. LCD-Monitore haben, ebenso wie digitale Fotos, ein festes Pixelraster, also eine feste Bildschirmauflösung, und erreichen so eine optimale Schärfe. Diese erreichen sie allerdings nur, wenn sie auf die passende Bildschirmauflösung eingestellt wurden.

Fotos ausdrucken

Wenn Sie ein digitales Foto ausdrucken oder einen Abzug davon bestellen möchten muss die Größe der Pixel festgelegt werden. Dies geschieht über die Auflösung, einem Umrechnungsfaktor, der bestimmt wie viele Pixel auf einer Linie von einem Zoll (2,54 cm) untergebracht werden müssen, also im Prinzip die Größe der Pixel.
Die Auflösung wird in dpi (dots per inch - Punkte pro Zoll) angeben.

Die Auflösung lässt sich bei einfachen Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Adobe Photoshop Elements) beliebig ändern. Wichtig hierbei ist darauf zu achten, dass man die tatsächliche Pixelzahl des Bildes nicht verändert.

Die meisten Digitalkameras speichern die Aufnahmen mit einer Auflösung von 72 dpi. Für einen brillanten Ausdruck eines Fotos reichen 72 dpi allerdings nicht aus. Papier kann bei gleicher Darstellungsgröße viel mehr Details darstellen. Für eine gute Qualität sollte man mindestens eine Auflösung von 150 dpi, für die beste Qualität sollten schon 300 dpi eingestellt sein.

Das bedeutet ein 12-Megapixel-Bild mit 4000 x 3000 Pixeln wäre bei 300 dpi 33,8 x 25,4 cm.
Die Rechenformel hierzu ist: Länge in Pixel geteilt durch die Auflösung (dpi)Länge in Zoll.
Multipliziert man das Ergebnis mit 2,54 erhält man die Länge in cm.

Auf dieser Tabelle können Sie schnell und einfach ablesen, wie groß Sie Ihre Bilder
ausdrucken oder bestellen können:

Auflösung
der Kamera
Pixelmaß
des Bildes
Dateigröße Bildgröße bei
300 dpi
optimale
Bildgröße
akzeptable
Bildgröße
350.000 640 x 480 120 KB 5,42 x 4,06 cm
850.000 1.024 x 768 250 KB 8,67 x 6,50 cm 9 x 13 cm
1,3 Mio. 1.280 x 960 380 KB 10,8 x 8,1 cm 9 x 13 cm 10 x 15 cm
1,6 Mio. 1.536 x 1.024 450 KB 13 x 8,6 cm 9 x 13 cm 10 x 15 cm
2,1 Mio. 1.600 x 1.200 550 KB 13,5 x 10,1 cm 10 x 15 cm 13 x 18 cm
2,3 Mio. 1.800 x 1.200 750KB 15,2 x 10,1 cm 10 x 15 cm 13 x 18 cm
3,3 Mio. 2.048 x 1.536 1,2 MB 17,3 x 13 cm 13 x 18 cm 20 x 30 cm
4,0 Mio. 2.240 x 1.680 1,5 MB 18,9 x 14,2 cm 13 x 18 cm 20 x 30 cm
5,1 Mio. 2.560 x 1.920 1,7 MB 21,6 x 16,5 cm 13 x 18 cm 20 x 30 cm
6,1 Mio. 3.024 x 2.016 2,2 MB 25,6 x 17,0 cm 13 x 18 cm 20 x 30 cm
8,0 Mio. 3.264 x 2.448 3,3 MB 27,6 x 20,7 cm 20 x 30 cm 30 x 45 cm
10 Mio. 3.648 x 2.736 4,3 MB 30,8 x 23,1 cm 30 x 45 cm 40 x 60 cm
12 Mio. 4.000 x 3.000 5,4 MB 33,8 x 25,4 cm 30 x 45 cm
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Megapixel-Klasse (MP),
Seitenverhältnis

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12 MP, 4:3
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12 MP, 3:2
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16 MP, 4:3
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18 MP, 3:2
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20 MP, 4:3
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24 MP, 3:2
Pixelzahl 4000 x 3000 4256 x 2848 4608 x 3456 5184 x 3456 5152 x 3846 6000 x 4000
Druckmaß / cm bei Auflösung
(60 ppcm /152 dpi)
66,7 x 50 70,9 x 47,5 76,8 x 57,6 86,4 x 57,6 85,9 x 64,1 100 x 66,7
Druckmaß / cm bei Auflösung
(25 ppcm / 63 dpi)
160 x 120 170,2 x 113,9 184,3 x 138,2 207 x 138 206,1×153,8 240 x 160

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Ob eine Bilddatei mit 72 dpi oder mit 300 dpi gespeichert wurde, ist für die Darstellung am Bildschirm unbedeutend. Entscheidend ist die absolute Pixelzahl, also die Kantenlängen des Bildes. Die beiden folgenden Bilder wurden mit unterschiedlicher Auflösung gespeichert.

Beispiel 5 - 300 dpi Beispiel 6 - 72 dpi

Wer Papierbilder im Internet bestellt, bekommt in der Bestellsoftware des FotoShop (FOTOSERVICE) angezeigt, ob das ausgewählte Motiv genügend Pixel besitzt. Die Software erkennt, wie viele Pixel das Bild in horizontaler und vertikaler Richtung hat und errechnet die Auflösung. Hat das Bild ausreichend viele Pixel, um es mit annähernd 300 dpi zu drucken, zeigt dies ein grüner Punkt an. Reichen die Pixel nicht ganz, erscheint ein gelber Punkt. Ein Foto, das nur für die Bildschirmdarstellung reicht, wird rot markiert. Bei gelbem oder rotem Punkt erhalten Sie nur eine geringe bzw. schlechte Bildqualität. Wählen Sie dann ein kleineres Format oder beschaffen Sie ein Foto mit einer höheren Auflösung.

Analoges und digitales Kontrastverhalten

Freitag, 01. Januar 2016

Die Datenblätter für Amateur-Kleinbildfilme (ISO200) gaben Mitte der 90er Jahre einen Blendenumfang von ca. 6 Blendenstufen (ohne nennenswerte Artefaktbildung) an. Das entspricht etwa einem Empfindlichkeitsumfang von ISO 25 bis ISO 1600. Durch diese hohe Qualitätsreserve konnten bei der Fertigung von Kleinbildtechnik hohe Toleranzen bei der Belichtung eingeplant werden. Denn die Fehlbelichtungen konnten während des autmatischen Optimierungsprozesses problemlos korrigiert werden.

Die durchschnittliche Amateur-Digitalkamera bietet heutzutage etwa vier Blendenstufen Kontrastumfang. Das entspricht einem Empfindlichkeitsumfang von ISO 50 bis ISO 800. Bedingt dadurch, muss eine Digitalkamera wesentlich präzisere Belichtungen erreichen, um dem Film vergleichbare Schärfeleistungen zu erreichen.

Eine durchschnittliche Digitalkamera hat eine Auflösung von mehreren Millionen Pixeln. Gleichzeitig besitzt jeder Pixel eine Kontratsdifferenzierung von mehreren Millionen Abstufungen (bei 24 bit Farbtiefe). Ein durchschnittlicher Kleinbildfilm besitzt eine vergleichbare Auflösung, aber ein wesentlich größeren Umfang an Kontratsdifferenzierungen. Das sorgt dafür, dass analoge Fotografie in der Regel schärfere Ergebnisse liefert, als digitale Fotografie.

Um diesen Qualitätsmangel auszugleichen, wird ausnahmslos bei allen digitalen Bildern durch automatische Optimierungssysteme die Schärfe verbessert.

Analoge und digitale Auflösung

Freitag, 01. Januar 2016

Den analogen Kleinbildfilm gibt es (noch immer) in vielen Empfindlichkeitsstufen. Je empfindlicher der Film, desto körniger die Emulsionsschicht. Dies bedingt eine deutliche Reduzierung der Auflösung. Betrachtet man einen typischen, recht feinkörnigen Kleinbildfilm der Empfindlichkeit ISO 100, so erzielt eine kleine Digitalkamera mit sechs bis zehn Millionen Bildpunkten in etwa die gleiche Auflösung. Bedingt durch das immer noch sichtbare Filmkorn, wirkt das Bild im Gegensatz zur digitalen Aufnahme deutlich unsauberer.

Um die gleiche Auflösung zu erreichen, reichen in der Praxis meist vier bis sechs Millionen Bildpunkte aus, um eine vergleichbare Fotoqualität zu produzieren. Die tatsächliche Auflösung hängt wesentlich von der Größe der Bildpunkte bzw. der Fläche des Bildsensors ab. Sinkt diese, verschlechtert sich die Auflösung zusehends. Das Phänomen der Beugung macht sich hier bemerkbar. Ein generalisiertes Motto „mehr Pixel = bessere Qualität” ist daher ein Trugschluss.

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