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Die Belichtung macht’s!

Mittwoch, 06. April 2016

Die Belichtung ist das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert. Wenn Sie den Wert eines dieser Einstellmöglichkeiten verändern, müssen Sie mindestens einen weiteren Faktor ebenfalls ändern, damit Sie letztendlich die richtige Belichtung erhalten.
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Auswahl der Blende

Die Blende eines Objektives besteht aus mehren Lamellen. Werden die übereinander geschoben, wird die Öffnung immer kleiner. Mit der Blende bestimmen Sie wie viel Licht durch die Linse fällt. DIe Blendenöffnung beeinflusst die Schärfentiefe, den Bereich eines Motives, den Sie scharf abbilden möchten. Der Schärfebereich beginnt vor und endet hinter dem scharf gestellten Punkt. Eine große Blende, z. B. 1,8, 3,5 oder 4 verringert den Schärfebereich. Kleine Blenden, z. B. 16 oder 22, bilden einen größeren Bereich Ihres Motives, vor und hinter dem scharf gestellten Punkt ab. Nahe und weitere Teile des Motives erscheinen nun scharf. Für eine optimale Schärfentiefe stellen Sie den Schärfepunkt auf das erste Drittel des Motives und wählen bei der Blendenwahl Ihrer Kamera die kleinstmögliche Blende bzw. die größe Blendenzahl.

Stellen Sie Ihre Kamera auf Zeitautomatik und überlassen sie der Kamera die Wahl der dazu passenden Verschlusszeit. Je nach Lichtverhältnissen können längere Verschlusszeiten erforderlich sein. Wenn Sie Zeiten länger als 1/60 Sek, also 1/30, 1/15 usw. erreichen, verwenden Sie besser ein Stativ.
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Auswahl der Verschlusszeit

Mit der Wahl einer kurzen Verschlusszeit, z. B. 1/500 oder 1/1.000 Sek können Sie Ihr Motiv in der Bewegung einfrieren. Bie einer langen Verschlusszeit, z. B. von Sekunden wirkt das gleiche, sich bewegende Motiv verwischt oder verwackelt. Das kann durchaus intreressant sein, wenn Sie dazu die Kamera auf ein Stativ stellen und sich allein das Motiv bewegt. Lange Verschlusszeiten erlauben eine kleinere Blende. Kurze Verschlusszeiten erlauben hingegen eine gößere Blende, wenn zum Beispiel der Vordergrund Scharf und der Hintergrund unscharf abgebildet werden sollen.
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Auswahl des ISO-Wertes

Mit Einstellen des ISO-Wertes bestimmen Sie wie empfindlich der Sensor Ihrer Kamera auf Licht reagiert. Der Sensor besteht aus Millikonen winziger Fotozellen. Kommt Licht auf einen Sensor, erzeugen die Zellen elektrische Ladungen. Durch ändern des ISO-Wertes nach oben (z. B. von 100 auf 400) werden die Ladungen vierfach verstärkt. Erhöht man den ISO-Wert extrem (z. B. auf 3200) erzeugen die Zellen ein Bildrauschen und die Bildergebnisse sehen körnig aus.

Ein höherer ISO-Wert erlaubt Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder wenn man sein Stativ vergessen hat. Durch Umstellen des ISO-Wertes können so auch schnelle Verschlusszeiten oder kleinere Blendenöffnungen erreicht werden.
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Fotos: Contrastwerkstatt, Mapics, Loya_Ya, Delph-Images

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