Übersicht Kategorie "Bildgestaltung":

Perspektive

Mittwoch, 25. Mai 2016

Mit einem Zoomobjektiv lassen sich nicht nur Motive näher heranholen, sondern Motive gestalten. Nutzen Sie den Weitwinkelbereich (kurze Brennweite), wirken alle nahen Dinge extrem groß. Alle weiter entfernten Dinge werden sehr klein.

Sollen die Bildelemente näher zusammenrücken und annähernd gleich groß wirken, nutzen Sie den Telebereich (lange Brennweite). Soll Ihr Motiv möglichst natürlich abgebildet werden, nutzen Sie die normale Brennweite von 50 mm bei einer Kleinbildkamera.

Für Personenaufnahmen (Portraits) benutzen Sie besser eine Brennweite zwischen 100 mm und 135 mm (bei Kleinbildkamera). Mit dieser Brennweite erreichen Sie eine natürliche Wiedergabe und eine gewisse Nähe zur Person. Bei Gruppenaufnahmen werden in Reihe hintereinanderstehende Personen fast gleich groß dargestellt. Achten Sie darauf, dass Personen immer ins Bild schauen: Eine Person rechts im Bild blickt beispeilsweise nach links. Eine Person links im Bild schaut nach rechts. Dies gilt auch bei Gruppenaufnahmen. Schaut die Person zur Kamera, wird sie später den Betrachter des Fotos ansehen (Blickkontakt).

Mit Verändern der Brennweite und Öffnen der Blende können Sie den Hintergrund auflösen (Unschärfe), um so beispielsweise das Hauptmotiv vom Hintergrund zu trennen und ins Blickfeld zu rücken.

Info: Das Thema “Bildgestaltung” ist komplex und nimmt deshalb in den von uns angebotenen Fotokursen und Workshops einen Großteil der Zeit ein.

Positiv oder Negativ?

Montag, 25. Januar 2016

Wie kommt es, dass wir manche Fotos oder Gemälde sofort “schön” finden, andere dagegen weniger attraktiv, ansprechend empfinden? Jeder Mensch lebt in seiner eigenen virituellen Welt. Jeder sieht seine Umwelt mit anderen Augen. Alles geschieht automatisch in unserem Unterbewusstsein.

Doch es gibt einige Gesetzmäßigkeiten, die uns positiv erscheinen und andere negativ. Ob dies an unserer Gewohnheit von links nach rechts zu schreiben liegt oder von Alters her anerzogen wurde oder sonstwo seine Ursache hat, mag ich nicht zu erklären. Doch alles, was wir von links unten nach rechts aufsteigend sehen, finden wir posiitiv. Das, was von links oben nach rechts unten zeigt, negativ. Erinnern wir uns an ein Diagramm. Beginnt die Linie links unten und zeigt nach rechts oben, geht es aufwärts.

Am besten empfinden wir dies, wenn wir uns die beiden Grafiken links ansehen. Auf beiden Treppen kann man nach unten oder oben gehen. Doch wir empfinden die Treppe in der ersten Grafik nach oben führend, während die untere Treppe uns signalisiert, dass diese uns nur nach unten führen wird.

Hat ein Foto also eine positive, aufsteigende Bilddiagonale, finden wir es ansprechend, positiv. Hat es dagegen eine negative Bilddiagonale, begeistert uns das Motiv nicht so sehr. Ob positiv oder negativ, welche Bilddiagonale wir verwenden, hängt davon ab, was wir mit dem Bild ausdrücken wollen. Eine Straße beispielsweise kann den Betrachter über die Bilddiagonale zu einem fernen Ziel wegführen oder an den Ausgangsort zurück-bringen.

Beobachten Sie beispielsweise die Bilder in einer Tageszeitung oder schauen Sie sich die Werbeanzeigen in Illustrierten an. Welche Stimmung soll in uns erzeugt werden? Wann findet unser Unterbewusstsein etwas gut, wann etwas schlecht?

Bildgestaltung nach dem “Goldenen Schnitt”

Montag, 25. Januar 2016

Schon die Maler und Architekten der Antike gestalteten ihre Bilder und Gebäude nach dem “Goldenen Schnitt”. Bildwichtiges steht hier nicht in der Mitte, sondern an einem Platz innerhalb einer Strecke.

Die Strecke ist so geteilt, dass das Verhältnis des längeren Teilstückes (a) zur gesamten Länge (c) im gleichen Verhältnis wie die kürzere Strecke (b) zum längeren Teilstück (c) steht. Diese Aufteilung wird von uns Menschen als harmonisch empfunden. Wenn Sie Ihre Aufnahmen nach dem “Goldenen Schnitt” gestalten wollen, platzieren Sie die wichtigen Bildelemente auf den Linienschnittpunkten. Rückt man die Schnittpunkte nur ein wenig weiter nach außen, entsteht mehr Spannung im Bild.

Einige Kameras besitzen bereits auf der Mattscheibe oder zuschaltbar auf dem Monitor Gitterlinien, die das Gestalten nach dem “Goldenen Schnitt” auf einfache Weise erleichtern.

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